Netzwerktreffen am 12. September 2017 in Berlin

Die Veranstaltung stand unter dem Zeichen der (weiteren) Vernetzung der Partnerorganisationen der Bundesinitiative ÔÇ×Schutz von gefl├╝chteten Menschen in Fl├╝chtlingsunterk├╝nftenÔÇť sowie der Erweiterung der Perspektive um die Themenfelder Teilhabechancen und gesellschaftliche Integration gefl├╝chteter Menschen. Dar├╝ber hinaus wurden die unter Federf├╝hrung von UNICEF und unter Mitarbeit verschiedener Partner der Initiative weiterentwickelten ÔÇ×Mindeststandards zum Schutz von gefl├╝chteten Menschen in Fl├╝chtlingsunterk├╝nftenÔÇť vorgestellt.

In ihrem Gru├čwort bedankte sich Frau Bundesministerin Dr. Katarina Barley bei Unicef und den anderen Partnerorganisationen der Bundesinitiative f├╝r deren Hilfsbereitschaft und Engagement. Ohne diese Hilfe sei die wichtige Aufgabe, den Schutz gefl├╝chteter Menschen in Deutschland zu garantieren, nicht umzusetzen. Dabei sei die Implementierung der Mindeststandards ein wichtiger Schritt zum Schutz von besonders schutzbed├╝rftigen Menschen.

Frau Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response bei UNICEF, lobte in ihrem Gru├čwort die gro├če Bereitschaft Deutschlands zur Aufnahme von gefl├╝chteten Menschen. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in den Fl├╝chtlingseinrichtungen oft nicht sicher und fast nie kindergerecht sei. Zur St├Ąrkung des psychosozialen Wohlbefindens der h├Ąufig traumatisierten Kinder betonte sie die Wichtigkeit der Einrichtung von kinderfreundlichen Orten in den Einrichtungen und pl├Ądierte f├╝r verbindliche, einheitliche Leitlinien f├╝r alle Einrichtungen in Deutschland.

Auf dem anschlie├čend stattgefundenen Marktplatz hatten die Partnerorganisationen die M├Âglichkeit ihre Projekte im Bereich Flucht und Integration vorzustellen. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten dies, um sich inhaltlich auszutauschen und sich ├╝ber die Programme der anderen Partner zu informieren.

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekret├Ąr des Bundesfamilienministeriums, stellte sich nach einem einf├╝hrenden Statement Fragen der Moderatorin zum Thema: Wie kann eine gleichberechtigte Teilhabe gefl├╝chteter Menschen in der Einwanderungsgesellschaft sowie eine interkulturelle ├ľffnung gelingen.

Nach der Mittagspause pr├Ąsentierte die Moderatorin Frau Stephanie Zietz im Format des Storytellings die im Juni diesen Jahres neu aufgelegten und weiterentwickelten Mindeststandards. Unterst├╝tzt wurde sie - bez├╝glich der Annexe zur Umsetzung der Mindeststandards f├╝r LSBTI* Gefl├╝chtete* - durch Herrn Stephan J├Ąckel (Abteilungsleiter ÔÇ×HIV/STI-Pr├Ąvention und FluchtÔÇť bei der Schwulenberatung Berlin) sowie - f├╝r gefl├╝chtete Menschen mit Behinderungen - durch Frau Cordula Schuh (Referentin f├╝r Behindertenhilfe, Abteilung: ÔÇ×Gesundheit, Alter, BehinderungÔÇť bei der Arbeiterwohlfahrt).

Im Rahmen der ÔÇ×Themen des TagesÔÇť konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Tools kennenlernen, die bereits erfolgreich in der Arbeit mit gefl├╝chteten Menschen eingesetzt werden. Mit der Vorstellung von Blitzlichtern aus diesen Workshops beendete die Moderatorin den offiziellen Teil der Veranstaltung.