Bundesinitiative "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften"
Über die Initiative
Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurde im Jahr 2016 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Akteur:innen ins Leben gerufen, die sich seither entschlossen für den Schutz von geflüchteten Menschen in der Unterbringung für Geflüchtete einsetzt. Das Fundament der Bundesinitiative bilden die 2016 veröffentlichten „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“. Sie verstehen sich als Leitlinien für die Erstellung, Umsetzung und das Monitoring von unterkunftsspezifischen Schutzkonzepten. Neben den Mindeststandards sind insbesondere die Ziele der Bundesinitiative maßgeblich für die Aktivitäten der Bundesinitiative und werden stets weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung spiegelt sich in insgesamt fünf aktuellen Zielen der Bundesinitiative wieder. Die aktive Teilhabe und Selbstwirksamkeit von geflüchteten Menschen in der Unterbringung werden ergänzend in den Fokus der Initiative gestellt und mit der in der Initiative vertretenen Expertise sowie durch bewährte Kooperationen im erweiterten Kreis vorangetrieben. Seit 2025 finden die Maßnahmen zur Begleitung der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ statt.
Publikationen
Die "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" (BMBFSFJ, UNICEF u. a., 4. Aufl., 2021) sind Leitlinien zur Entwicklung von unterkunftsspezifischen Schutzkonzepten. Zudem stehen auf der Webseite Begleitpublikationen zu den Mindeststandards, Schutzkonzepten sowie weitere Publikationen zur Verfügung.
Für die Praxis
Die Toolbox Schutzkonzepte bietet eine umfangreiche Sammlung von bewährten Praxisinstrumenten zur Entwicklung und Umsetzung von unterkunftsspezifischen Schutzkonzepten auf Grundlage der "Mindeststandards". Weitere Praxismaterialien für die Notunterbringung und besonders vulnerable Gruppen sind ebenso auf der Webseite verfügbar.
Projekte
Zum Schutz von geflüchteten Menschen in der Unterbringung finden vielfältige Modellprojekte, gefördert durch das BMBFSFJ, ihre Umsetzung - wie das Projekt "Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften" (DeBUG). Eine Übersicht der aktuellen Projekte können Sie hier einsehen.
Veranstaltungen
Im Rahmen der Bundesinitiative finden eine Vielzahl von unterschiedlichen Veranstaltungen statt. Sie finden auf der Webseite Informationen zu Fachtagen, Netzwerktreffen, Werkstattgesprächen, Online-Seminare sowie weiteren Veranstaltungsformaten der Partner:innen und anderer Akteur:innen im Feld.
Aktuelles
Handicap International neu in der Bundesinitiative
Handicap International e.V. verstärkt die Bundesinitiative “Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften”. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Einsatz für mehr Schutz und Teilhabe.
Geflüchtete Menschen mit Behinderung im neuen Asylsystem
Handicap International lädt zum Online-Seminar “Geflüchtete Menschen mit Behinderung im neuen Asylsystem – Auswirkungen der GEAS-Reform” am 19.02.26 ein. Melden Sie sich jetzt an!
Neue Projekt-Homepage online!
Die neue Projekthomepage Rainbow Shelter – Gewaltfrei ankommen ist online und unterstützt queere Geflüchtete mit mehrsprachigen Infos, Angeboten in ihrer Nähe und einem anonymen Meldeformular.
Schauen Sie vorbei auf rainbow-shelter.de und bestellen Sie kostenlos Materialien in 12 Sprachen.
Neue Website online!
Die BAfF e.V. hat im Rahmen ihres Projektes "Zivilgesellschaftliche Fachstelle Identifizierung und Umsetzung besonderer Schutzbedarfe" eine projekteigene Website veröffentlicht.
Newsletter
Der Newsletter der Bundesinitiative erscheint in etwa im vierteljährlichen Rhythmus und informiert über die Aktivitäten der Bundesinitiative und der Partnerorganisationen.


