Flucht aus der Ukraine - Praxismaterialien zum Schutz von geflüchteten Menschen


Seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine sind laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk mehrere Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Hundertausende geflüchtete Menschen aus der Ukraine sind nach Deutschland gekommen, überwiegend Kinder, Jugendliche, Frauen und ältere Menschen. Insbesondere beim zügigen Ausbau der Unterbringungskapazitäten sind die Bedarfe von besonders schutzbedürftigen geflüchteten Menschen in der Unterbringung zu berücksichtigen. Hier finden Sie Informationen und Praxismaterialien rund um das Thema "Gewaltschutz im Unterbringungskontext".

  • Wie kann die Unterbringungssituation so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche geschützt sind?
  • An wen können sich geflüchtete Frauen in Not wenden?
  • Was ist bei der psychosozialen Stabilisierung von möglicherweise traumatisierten geflüchteten Menschen zu beachten?
  • Wie können Schutzbedarfe von LSBTI*-Geflüchteten erkannt und adressiert werden?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für geflüchtete Menschen mit Behinderung?
  • Wie können geflüchtete Menschen vor Ausbeutung und Menschenhandel geschützt werden? Auf welche Anzeichen ist zu achten?
  • Welche Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen sollten in der Unterbringung beachtet und umgesetzt werden?
  • Wo gibt es verlässliche mehrsprachige Infos für aus der Ukraine geflüchtete Menschen und Helfer:innen?

+++ Die vorliegenden Informationen und Praxismaterialien werden fortlaufend aktualisiert. Stand: 15.07.2022 +++


Schutz von Kindern und Jugendlichen

Kinderfreundliche Orte und Angebote gehören zum Schutzkonzept für Kinder in Not und Krisensituationen. Sie bieten einen sicheren, geschützten Ort, in dem ein anregendes und förderndes Umfeld geschaffen wird, welches Kinder durch strukturierte Spiel-, Freizeit- und Lernaktivitäten ein gewisses Maß an Normalität und Kontinuität zurückgibt. Ziel ist es Kinder, die Konflikte oder Katastrophen erfahren haben und fliehen mussten zu stabilisieren, ihr psychosoziales Wohlbefinden zu stärken und ihre Resilienz zu fördern. Kinderfreundliche Orte und Angebote werden partizipativ geführt und zur Mobilisierung des Gemeinwesens genutzt, um das Recht der Kinder auf Schutz, auf Spielen und Lernen zu gewährleisten.

Kinderfreundliche Orte und Angebote richten sich an alle Kinder in der Flüchtlingsunterkunft (alle Altersgruppen – in der Regel bis zum 18. Lebensjahr, mit oder ohne Beeinträchtigung etc.). Sie bieten ihnen einen sicheren und geschützten Rückzugsort, in dem sie Stabilität und Halt erfahren, sowie ein anregendes und förderndes Umfeld, in dem sie spielen und lernen können. Kinderfreundliche Orte und Angebote sollen das psychosoziale Wohlbefinden stärken und helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten und die innere Widerstandsfähigkeit zu fördern. Kinderfreundliche Orte werden basierend auf einer partizipativen Bedarfsanalyse entwickelt, die sich an die Unterkunftsleitung und leitende Mitarbeiter_innen der Unterkunft, sowie an die Bewohner_innen (Eltern, Kinder und Jugendliche) richtet. Die Wohngemeinschaft ist auch in die Umsetzung der Angebote eng eingebunden. Angebote sind barrierefrei zugänglich und alters-, kultur- und geschlechtersensibel zu gestalten.

Das Konzept der kinderfreundlichen Orte impliziert eine integrierte Raumplanung und -gestaltung unter Einbeziehung von strukturierten Spiel- und Lernangeboten, Erholung, Bildung und psychosozialer Unterstützung für Kinder. Feste, angemessene Betreuungsschlüssel, die sich an dem KiTa Betreuungschlüssel orientieren, und, in Sachen Kindesschutz, psychologische Ersthilfe, Kindesentwicklung und Sozialpädagogik qualifiziertes Personal (einschließlich Ehrenamtlicher, die zusammen mit Hauptamtlichen und Eltern Aktivitäten unterstützen) sind Teil des Schutzes, der im Rahmen von kinderfreundlichen Orte gewährleistet wird.

Es sollte innerhalb der Einrichtung mindestens eine_n Hauptverantwortliche_n für die kinderfreundlichen Orte geben. Unter anderem betreut diese_r Mitarbeiter_in andere hauptamtliche Mitarbeiter_innen, sowie die in dem Bereich tätigen Eltern und ehrenamtlich Tätigen. Diese Person sorgt außerdem für die Gewinnung und Instandhaltung der Einrichtung und Materialien. Um sicherzustellen, dass die kinderfreundlichen Räume und Angebote wie geplant und bedarfsgerecht umgesetzt werden und zur Reduzierung von Risiken beitragen, müssen im Rahmen dieser regelmässig der Umsetzungsprozess und schutzrelevante Daten erfasst werden. Hierzu zählen beispielsweise Daten zur Registrierung, Anwesenheit, durchgeführte Aktivitäten, Beschwerden und Vorfälle, Verweisungen und Entwicklung der Kinder. Diese Daten müssen in das Qualitätssicherungs- und Monitoringsystem der Einrichtung eingespielt, ausgewertet und in regelmässigen Treffen (zum Beispiel Dienstbesprechungen, Mitarbeiter_innenbesprechungen, Supervisionssitzungen, Treffen von Beteiligungsstrukturen) diskutiert und konkrete Handlungsbedarfe abgeleitet werden.

Kinderfreundliche Orte ersetzen nicht die Regelangebote für Kinder, Jugendliche und Familien, sondern bieten wichtige Brückenangebote und Übergangslösungen, solange Kinder, Jugendliche und ihre Eltern relevante Regelangbote (insbesondere KiTas, Schulen) aufgrund administrativer/rechtlicher Sachverhalte (noch) nicht in Anspruch nehmen können.

Im Allgemeinen werden Angebote für vier Altersgruppen eingerichtet, und dementsprechend zu unterschiedlichen Nutzungszeiten bereitgestellt: Säuglinge/Kleinkinder, Kinder im Vorschulalter (unter sechs Jahre alt), Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und Jugendliche (13 bis 18 Jahre). Bei gewissen Aktivitäten kann die Durchmischung der Altersgruppen jedoch dann hilfreich sein, wenn ältere Kinder die Betreuung und Förderung der Jüngeren unterstützen („Buddysystem“). Externe Angebote der Gemeinde, Kommune und Zivilgesellschaft sollten genutzt werden um einrichtungsinterne Angebote zu ergänzen. Sie fördern des Weiteren die Integration in die neue Umgebung und Gesellschaft. Unterkünfte, die aufgrund baulicher Einschränkungen keine Möglichkeit haben, einen kinderfreundlichen Raum einzurichten, müssen Kinder und ihre Eltern in der Inanspruchnahme dieser externen Angebote (auch Spielplätze, mobile Spiel- und Lernmöglichkeiten, Freiluftaktivitäten etc.) unterstützen.

Kinderfreundliche Orte dienen auch zur Erstidentifikation von besonders schutzbedürftigen Kindern und Kindern mit besonderen Bedürfnissen, durch die Früherkennung von Verdachtssymptomen - geistige, emotionale oder körperliche Charakteristiken und Verhaltensweisen, die beispielsweise auf Traumata, eine Krankheit oder eine Behinderung hinweisen. Diese müssen dann an die dafür zuständigen, spezialisierten Akteure weiterverwiesen werden.

Kinderfreundliche Orte bieten eine wichtige Einstiegsmöglichkeit zur Zusammenarbeit mit Eltern, zum Informationsaustausch und zur Integrationsförderung. Zum einen soll die aktive Teilnahme der Eltern an kinderfreundlichen Orten die Bindung zwischen Eltern und Kind stärken, und Eltern in Ihrer Elternrolle befähigen, zum anderen, soll die Betreuung der Kinder Eltern unterstützen und entlasten. Elternberatung muss im Rahmen von kinderfreundlichen Angeboten den positiven, gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern fördern. Des Weiteren sollten Elterngruppen und Elterntreffen zur Sensibilisierung, zum Informationsaustausch und zur Aufklärung genutzt werden: zur Aufklärung Ihre Rechte und die Rechte Ihrer Kinder, um interne und externe Angebote vorzustellen, Leistungen und Regelstrukturen bekanntzumachen, und um über wichtige Ämter und Behörden, unterstützenden Institutionen und Organisationen zu informieren. (Interne) Hürden, die Eltern davon abhalten können Regelangebote für Ihre Kinder in Anspruch zu nehmen, können dadurch abgebaut werden. Die Zusammenarbeit mit Eltern soll außerdem die Stärkung des Selbstbewusstseins fördern und psychosoziale Unterstützung bieten, die sich wiederum positiv auf das Kindeswohl auswirkt.

2022 / Kinder / Sonstige Publikation
Kinderschutz in Notunterkünften für Geflüchtete (Save the Children, 2022)

Eine Checkliste für die temporäre Unterbringung von Kindern und Familien

2022 / Kinder / Sonstige Publikation
Schön, dass du da bist. (Save the Children, Plan International, 2022)

Ein Kennenlernbuch über die Kinder- und Jugendhilfe für geflüchtete Kinder und Eltern

2018 / Kinder
Spielen. Lernen. Stärken. (Plan International, 2018)

Praxismaterialien für die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen

2018 / Kinder / Praxisleitfaden
Handbuch zu Schutz- und Spielräumen für Kinder (Save the Children, 2018)

Das "Handbuch zu Schutz- und Spielräumen für Kinder“ gibt Tipps und Impulse für alle Personen, die mit Kindern in und nach belastenden Situationen arbeiten.

2017 / Kinder / Praxisleitfaden
Trainingshandbuch zur Psychologischen Ersten Hilfe für Kinder (Save the Children, 2017)

In der Arbeit von Save the Children für geflüchtete Kinder in Deutschland haben sich zwei international anerkannte Konzepte bewährt – das Konzept der Schutz- und Spielräume für Kinder und das Training der Psychologischen Ersten Hilfe.

2018 / Kinder / Praxisleitfaden
Toolkit: Kinderschutz in Flüchtlingsunterkünften (Plan International, 2018)

Eine Ergänzung zum Handbuch: Kinderschutz in Flüchtlingsunterkünften

2018 / Kinder / Begleitpublikation / Praxisleitfaden
Kinderfreundliche Orte und Angebote für geflüchtete und migrierte Menschen in Deutschland (UNICEF, 2018)

Eine Fallstudie vielversprechender Praktiken

Weiterführende Informationen und Materialien

Schutz von Frauen und Mädchen

Die Erfahrungen und Bedürfnisse von Frauen und Mädchen sind in besonderer Weise wahrzunehmen, um ihnen in einer Flüchtlingsunterkunft ein schützendes und förderndes Umfeld zu bieten und sie langfristig bei der Integration sowie dem Aufbau einer eigenständigen Existenzsicherung zu unterstützen. Denn viele geflüchtete Frauen und Mädchen sind vor, während und/oder nach der Flucht von Gewalt betroffen, besonders von geschlechtsspezifischer Gewalt und damit von „Gewalt, die gegen eine Frau gerichtet ist, weil sie eine Frau ist, oder die Frauen unverhältnismäßig stark betrifft“ , wie etwa sexualisierte Gewalt und Menschenhandel.

Am 1. Februar 2018 ist in Deutschland das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, in Kraft getreten. Damit verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, dass Gewalt gegen Frauen bekämpft, Betroffenen Schutz und Unterstützung geboten und Gewalt verhindert wird. Zu Artikel 59 Absatz 2 und Absatz 3 der Istanbul-Konvention hat Deutschland einen Nichtanwendungsvorbehalt eingelegt.

In Deutschland besteht ein ausdifferenziertes Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen, das auch geflüchteten Frauen und Mädchen offensteht. Hierzu gehören mehr als 360 Frauenhäuser und mehr als 40 Schutzwohnungen mit rund 6400 Plätzen, die jährlich etwa 13.000 bis 18.000 Frauen mit ihren Kindern – und damit bis zu 38.000 Personen – Schutz und Beratung bieten. Mit dem Frauenhaus s.h.e. in Leipzig wurde in der Bundesrepublik erstmals ein Frauenhaus speziell für die Bedarfe geflüchteter Frauen eingerichtet.

Hinzu kommen bundesweit mehr als 750 Fachberatungsstellen, die von Gewalt betroffene Frauen qualifiziert beraten und unterstützen.

Auch Schwangerschaftsberatungsstellen sind gefordert, (vor allem bereits schwangeren) geflohenen Frauen schnelle und praktische Unterstützung im Rahmen der allgemeinen Schwangerschafts(konflikt)beratung anzubieten. Geflohene Frauen befinden sich in einer Ausnahmesituation, die durch eine Schwangerschaft noch verstärkt wird. Vor allem die oft traumatischen Erfahrungen, aber auch die Sprachbarrieren und unterschiedlichen kulturellen Hintergründe, stellen hohe Ansprüche an die psychosoziale Beratung.

2021 / Frauen / Praxisleitfaden
Mehrsprachigkeit im Gewaltschutz (FHK, 2021)

Ein Leitfaden für die Zusammenarbeit mit Dolmetscher_innen in Frauenhäusern und mit Fachberatungsstellen

2020 / Frauen / Sonstige Publikation
F.A.Q. - Gewaltschutz und Flucht (bff, Frauenhauskoordinierung, 3. Aufl., 2020)

Das F.A.Q. beantwortet Fragen rund um das Thema Gewaltschutz geflüchteter Frauen und Mädchen.

2018 / Publikationen / Frauen
F.A.Q. - Schutz vor Gewalt (bff, Frauenhauskoordinierung e.V., 2. Aufl., 2018)

Das F.A.Q. beantwortet Fragen rund um das Thema Gewaltschutz geflüchteter Frauen und Mädchen in einfacher Sprache.

2021 / Trauma / Frauen / Sonstige Publikation
Handreichung Stärkende Gruppenangebote (medical mondiale e.V., 2. Aufl., 2021)

Peer-to-Peer: Geflüchtete Frauen* durch Gruppenangebote stärken

2020 / Frauen / Studie / Bericht
Empowermentarbeit mit geflüchteten Frauen (Der Paritätische Gesamtverband, 2020)

Bedarfe, Praxisansätze und Handlungsempfehlungen

Weiterführende Informationen und Materialien

Neben umfangreichen Informationen zum Thema Gewalt gegen Frauen, finden sich Materialien - wie Flyer und Poster - des Hilfetelefons, die kostenlos bestellt werden können.

Webseite des Hilfetelefons: Übersicht der Materialien

Suana/kargah e.V. hat in gemeinsamer Herausgeberschaft mit dem Paritätischen Gesamtverband im Rahmen des Projekts „Empowermentarbeit mit geflüchteten Frauen“ (gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration) das Booklet „Rechte für ALLE Frauen“ erstellt, das bildhaft über grundlegende Rechte informiert und die Selbstbestimmung von Frauen stärken möchte. Die Broschüre gibt es in deutscher Sprache und jeweils zweisprachig (arabisch-deutsch, englisch-deutsch, farsi-deutsch, französisch-deutsch, kurdisch-deutsch, türkisch-deutsch, russisch-deutsch, tigrinya-deutsch). Weitere Informationen sowie die Broschüre in den vorgenannten Sprachen stehen auf der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes zum Downloaden zur Verfügung.
 

Hinweis: Die Beschreibung ist der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes entnommen.

Zur Broschüre "Rechte für ALLE Frauen" auf der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes

Seit April 2019 fördert das BMFSFJ das Folgeprojekt "HeLB - Helfen.Lotsen.Beraten" des Bundesverbands donum vitae e. V. Ziel des Projektes ist es, durch aufsuchende, mobile und digitale Angebote den aus unterschiedlichen Gründen schwer erreichbaren Frauen einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu Schwangerschaftsberatung zu bieten. An bundesweit angesiedelten Pilotstandorten erproben und vertiefen die Berater*innen multiple Zugänge zu schwer erreichbaren Zielgruppen. Die Berater*innen nutzen Ergebnisse der Vorgängerprojekte, u. a. bestehende Netzwerke und Kooperationen, z. B. mit Sexualpädagog*innen, Hebammen und Gynäkolog*innen, aber auch den Dolmetsch-Pool, der im Modellprojekt „Schwangerschaft und Flucht“ entstanden ist.

Projektwebseite mit Übersicht der Pilotstandorte: "HeLB - Helfen.Lotsen.Beraten" (donum vitae e. V.)

Mit dem Modellprojekt "Schwangerschaft und Flucht" hat das BMFSFJ von Juni 2016 bis Februar 2019 ein Projekt gefördert, das direkt an schwangere, geflüchtete Frauen gerichtet war. Durch das Modell der aufsuchenden Beratung wurde den Frauen ein niedrigschwelliger Zugang zum deutschen Frauenunterstützungssystem ermöglicht. Projektträger war der Bundesverband donum vitae e. V. Im Rahmen des Projektes wurden Arbeitshilfen zum Thema Schwangerschaft in 10 häufige Herkunftssprachen von geflüchteten Menschen erstellt, die nach wie vor verfügbar sind.

Mehrsprachige Arbeitshilfe zum Thema Schwangerschaft ("Schwangerschaft und Flucht", donum vitae e. V.)

Gemeinsam mit dem Bundesverband Pro Familia e. V. führte das BMFSFJ das Modellprojekt „Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen“ durch. Das Projekt diente der professionellen Vernetzung, dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung von multidisziplinären Fachkräften, ehrenamtlichen Initiativen und Migrant*innenorganisationen. Ein Ergebnis des Modellprojektes ist eine umfangreiche Datenbank mit über 1000 Einträgen zur Vernetzung von Expert*innen, zur Suche nach Angeboten und Materialien im Themenfeld Schangerschaft und Flucht. Des Weiteren wurde eine mehrsprachige Checkliste für schwangere geflüchtete Frauen veröffentlicht.

Projektwebseite mt Datenbank: "Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen" (Pro Familia e. V.)

Checkliste für schwangere Migrantinnen für die Zeit vor, während und nach der Geburt (Deutsch - Englisch)

Checkliste für schwangere Migrantinnen für die Zeit vor, während und nach der Geburt (Deutsch - Tigrinya)

Checkliste für schwangere Migrantinnen für die Zeit vor, während und nach der Geburt (Deutsch - Arabisch)

Das BMFSFJ stellt zielgruppenspezifische und praxisorientierte Informationsmaterialien zum Thema „vertrauliche Geburt“ zur Verfügung, die sich sowohl an Schwangere als auch an wichtige Multiplikator*innen richten.

Webseite des BMFSFJ: umfangreiches Informationsangebot zur vertraulichen Geburt

In dem durch die Deutsche Fernsehlotterie geförderten Projekt entwickelte Frauenhauskoordinierung Empfehlungen zum Beschwerdemanagement in Unterkünften für geflüchtete Menschen. Beschwerdesysteme sollen geflüchteten Menschen die Möglichkeit eröffnen, Bedürfnisse und Kritik zu äußern, und stärken so die Grundrechte der Bewohner_innen. Ziel ist es, solche Systeme als Teil des Gewaltschutzkonzepts auch strukturell zu verankern. Das trägt dazu bei, dass die Standards in den Unterkünften steigen und der Gewaltschutz verbessert wird.

An vier Standorten im Bundesgebiet haben Mitarbeiter_innen vor Ort Beschwerdesysteme entwickelt und gemeinsam mit den Bewohner_innen umgesetzt. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde die Handreichung „Beschwerdeverfahren für geflüchtete Menschen in Unterkünften. Empfehlungen und Material zur Umsetzung“ mit zahlreichen Arbeitsmaterialien für die Praxis erstellt. Diese steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Projektwebseite: "Gewaltschutz für Frauen und Beschwerdemanagement in Unterkünften für Geflüchtete" (Frauenhauskoordinierung e. V.)

Handreichung: Beschwerdeverfahren für geflüchtete Menschen in Unterkünften. Empfehlungen und Material zur Umsetzung


Schutz von Geflüchteten mit Traumafolgestörung

Geflüchtete, die in Deutschland ankommen, haben oftmals Erfahrungen gemacht, die in ihrem Ausmaß unvorstellbar sind: Viele haben selbst schwere Menschenrechtsverletzungen, Folter und Krieg überlebt, sexualisierte Gewalt erfahren, wurden verfolgt oder vertrieben. All diese unmenschlichen und grausamen Erlebnisse vor, während und nach der Flucht verhindern ein Ankommen.

Internationale Studien weisen darauf hin, dass bis zu 50% der Geflüchteten an einer Traumafolgestörung leiden und oftmals auch ein besonders hohes Risiko haben, Opfer von (erneuter) Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu werden. Geflüchtete mit Traumafolgestörungen sind aufgrund ihrer Erfahrungen besonders schutzbedürftig und benötigen Aufnahme- und Versorgungsstrukturen, die ihrer jeweiligen Schutzbedürftigkeit entsprechen.

In Deutschland gibt es für die psychosoziale und psychotherapeutische Unterstützung von Geflüchteten mit Traumafolgestörungen das Netzwerk der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (PSZ), das allen Geflüchteten unabhängig von Aufenthaltsstatus, Nationalität, politischer oder religiöser Zugehörigkeit offen steht. Es können jährlich etwas mehr als 21.000 Geflüchtete dadurch psychosozial und/oder psychotherapeutisch unterstützt werden. Nach wie vor fehlt es bundesweit jedoch an ausreichenden Kapazitäten für die psychosoziale Unterstützung, sodass es in den PSZ zu langen Wartezeiten kommt.

Der Dachverband der Psychosozialen Zentren für Geflüchtete (BAfF e.V.) bündelt das Wissen und die Kräfte der mehr als 40 deutschen Behandlungszentren für traumatisierte Geflüchtete und setzt sich für eine Verbesserung der Lebens- und Versorgungssituation der Betroffenen ein.

2022 / Trauma / Begleitpublikation / Praxisleitfaden
Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten (BAfF, 2022 aktualisierte Ausgabe)

Ein Praxisleitfaden

2017 / Trauma / Praxisleitfaden
Niederschwellige psychosoziale Hilfe für Geflüchtete: ein Projektleitfaden (Ärzte ohne Grenzen e. V., 2017)

Der Projektleitfaden versteht sich als ein Erfahrungsbericht des 2017 aufgebauten Modellprojektes "Niederschwellige psychosoziale Hilfe für Geflüchtete" in Deutschland.

2019 / Trauma / Sonstige Publikation
Positionspapier „Lots*innen, Peers und Laienhelfer*innen: (Neue) Unterstützungskonzepte in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten“ (BAfF e.V., 2019)

Übersicht und Einschätzung von Laienhilfe- und Peer-Programmen

2020 / Trauma / Studie / Bericht
Identifizierung besonderer Schutzbedürftigkeit am Beispiel von Personen mit Traumafolgestörungen (BAfF, 2020)

Status quo in den Bundesländern, Modelle und Herausforderungen

2020 / Trauma / Studie / Bericht
Versorgungsbericht (BAfF, 6. Aufl., 2020)

Zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern in Deutschland

Weiterführende Informationen und Materialien

Geflüchtete Kinder und Jugendliche verdienen eine besondere, vor allem traumasensible Beachtung, denn sie sind vor, während und nach der Flucht vermehrt Risikofaktoren wie Armut und Gewalt ausgesetzt. Lehrkräfte und Sozialarbeitende benötigen sowohl ein Verständnis über die Bedarfe und Schwierigkeiten, als auch über die Stärken und Ressourcen der Ankommenden.

Daher bieten die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF e.V.), der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BuMF) und die AUGEO Foundation  E-Learnig-Kurse zu den Themen "Traumasensible Unterstützung von Kindern und Jugendlichen" an.

In den Kursen wird sowohl theoretisches Wissen zu Trauma und Flucht vermittelt, als auch praktisches Handlungswissen anhand von Alltagssituationen eingeübt. Die interaktive Kursdidaktik ist entlang von persönlichen Geschichten real existierender Personen aufgebaut.

E-Learning-Kurse: "Traumasensible Unterstützung von Kindern und Jugendlichen"

In den MHFA Ersthelfer-Kursen eignen Sie sich Grundwissen über verschiedene psychische Störungen und Krisen an. Lernen Sie, rechtzeitig Probleme zu erkennen, Zugang zu Betroffenen zu finden und anderen dabei zu helfen, erfolgreich eine psychische Krise zu bewältigen. Sie erfahren, wie Sie gezielt unterstützen, informieren, Betroffene zu professioneller Hilfe ermutigen und weitere Ressourcen aktivieren können.

Dauer: 12 Stunden

Format: Onlinekurs oder Präsenzkurs

Webseite MHFA Ersthelfer - Kurse für psychische Gesundheit

Auf der Webseite der BAfF findet sich eine Standortkarte von Psychoszialen Zentren in allen Bundesländern mit Kontaktdaten.

PSZ für geflüchtete Menschen

Die BAfF hat rechtliche Informationen und entsprechende Arbeitshilfen für Fachkräfte zur Beantragung der Kostenübernahmen von Therapie oder Sprachmittlung zusammengestellt.

BAfF: Rechtliche Informationen und Arbeitshilfen

 


Schutz von LSBTI*-Geflüchteten

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI*) Geflüchtete waren in ihren Herkunftsländern und während der Flucht oft massiver Verfolgung ausgesetzt – vom Staat durch kriminalisierende Gesetze, von der Mehrheitsgesellschaft, nicht selten auch von der eigenen Familie. Dabei ist für viele von ihnen mit Ankunft in Deutschland die Flucht nicht vorbei: In Sammelunterkünften werden sie besonders häufig Opfer LSBTI*-feindlicher Gewalt, weswegen sie in Deutschland entsprechend den | Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften | als besonders schutzbedürftige Gruppe gelten.

Die große Mehrzahl der LSBTI*-Geflüchteten hat in ihren Herkunftsländern ein Leben im Geheimen gelebt, um sich vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen. Viele sind aus Angst oder Scham auch nach Ankunft in Deutschland nicht oder kaum in der Lage, über ihre sexuelle Orientierung bzw. geschlechtliche Identität zu sprechen, so dass sie für das Unterkunftspersonal mit ihrem besonderen Schutzbedarf unsichtbar bleiben. In der | EU-Aufnahmerichtlinie | (Art. 22, 1) hat sich Deutschland jedoch dazu verpflichtet, zu beurteilen, ob Geflüchtete besondere Schutzbedürfnisse bei der Aufnahme haben. Damit dies gelingen kann, bedarf es in den Unterkünften einer solidarischen Positionierung und systematischen Information aller Geflüchteten zum Thema LSBTI*, aber auch diskreter Wege, wie Geflüchtete ihren Schutzbedarf gegenüber dem Unterkunftspersonal und spezialisierten LSBTI*-Beratungsstellen anmelden können.

In Deutschland gibt es in vielen Städten haupt- und ehrenamtliche Organisationen, die Beratungs- und Gruppenangebote speziell für LSBTI*-Geflüchtete vorhalten. Für LSBTI*-Geflüchtete ist die Anbindung an diese Organisationen von oft entscheidender Bedeutung: Hier können sie in einem sicheren Raum in Deutschland ankommen und Beratung zum Gewaltschutz und zum Asylverfahren erhalten. Die Teilnahme an Gruppenangeboten wirkt der oft starken Isolation LSBTI*-Geflüchteter in den Unterkünften entgegen. Sie trägt so zur unmittelbaren und langfristigen psychischen Stabilisierung bei.

2020 / LSBTI* / Begleitpublikation / Praxisleitfaden
LSBTI*-sensibler Gewaltschutz für Geflüchtete (LSVD, 2020)

Leitfaden für die Praxis

2019 / LSBTI* / Sonstige Publikation
LSBTI*-Geflüchtete und Gewaltschutz. Implikationen für die Unterbringung, Zuweisung und Beratung. (Alva Träbert, Patrick Dörr, 2019)

Ein Beitrag im Asylmagazin 10-11/2019 herausgegeben vom Informationsverbund Asyl und Migration e.V.

2015 / LSBTI* / Studie / Bericht
Protecting Persons with Diverse Sexual Orientations and Gender Identities (UNHCR, 2015)

A Global Report on UNHCR’s Efforts to Protect Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, and Intersex Asylum-Seekers and Refugees

Weiterführende Informationen und Materialien

Die Webseite des Projekts Queer Refugees Deutschland ist in neun Sprachen verfügbar und bietet umfassende Informationen und Materialien zum Thema LSBTI* und Flucht. Neben einem Kurzratgeber für LSBTI*-Geflüchtete zum Asylverfahren in Deutschland finden sich Erklär-Filme in mehrern Sprachen sowie eine Übersicht von Anlaufstellen für LSBTI*-Geflüchtete. Außerdem findet sich eine Aufstellung zahlreicher Materialen zum Thema LSBTI* und Flucht. Viele der speziell für Unterkünfte und Beratungsstellen entwickelten Materialien sind in mehreren Sprachen erhältlich und können beim LSVD kostenfrei als Print bestellt werden.

Projektwebseite "Queer Refugees Deutschland" (LSVD)

Auf der Webseite des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) finden sich Rechtsratgeber zum Asylrecht sowie eine Sammlung relevanter Rechtsprechungen.

Webseite des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD)


Schutz von Geflüchteten mit Behinderung

Das Projekt Crossroads setzt gesellschaftliche und politische Impulse für Veränderungen bei der Aufnahme und Integration von geflüchteten Menschen mit Behinderung. Ziel des Projektes ist es, die Teilhabe Geflüchteter mit Behinderung zu verbessern.

Projekt-Webseite Crossroads

Die Roadbox ist ein barrierefreies Online-​Themenportal mit mehr als 30 Texten, Videos, Checklisten und Handlungsempfehlungen, das Handicap International in Zusammenarbeit mit renommierten Fachautor*innen erarbeitet hat. Das Portal bietet Informationen zu Themen wie Asylverfahren, Anspruchsgrundlagen für Leistungen, Leistungsdurchsetzung, Spracherwerb und Empowerment und wurde im Rahmen des Projekts "Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung." von Handicap International entwickelt. In der Roadbox finden Berater*innen alles was sie brauchen, um im komplizierten Themenfeld von Flucht und Behinderung nicht frühzeitig aufzugeben.

Hinweis: Die Beschreibung ist der Startseite der Roadbox entnommen.

Startseite der Roadbox

Die Webseite von Deaf Refugees bietet Informationen in ukrainischer, russischer, englischer und deutscher Gebärdensprache für geflüchtete Menschen sowie eine Liste von Anlaufstellen für taube geflüchtete Menschen.

Webseite von Deaf Refugees

2020 / Behinderungen / Sonstige Publikation
Leitfaden (passage gGmbH, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V., 2. Aufl., 2020)

Zur Beratung von Menschen mit einer Behinderung im Kontext von Migration und Flucht

2021 / Behinderungen / Sonstige Publikation
Empowerment Now: Selbstvertretung von Geflüchteten mit Behinderung (Handicap International, 2021)

Eine Handreichung von Handicap International.


Schutz vor Menschenhandel und Ausbeutung

Auf der Webseite des Bundesweiten Koordinierungskreises gegen Menschenhandel (KOK e.V.) wird auf das aktuelle Besorgnis hingewiesen, dass aus der Ukraine geflüchtete Frauen und Kinder in Deutschland gefährdet sind, Betroffene von Ausbeutung und Menschenhandel zu werden.

Der KOK e.V. stellt Informationsmaterial mit Sicherheitshinweisen (mehrsprachig) für Menschen auf der Flucht aus der Ukraine sowie Kontakte und Anlaufstellen zur Unterstützung und Beratung auf der eigenen Webseite zur Verfügung. 

Zu den Informationsmaterialien auf der Webseite des KOK e.V.

Der KOK e.V. infomiert auf der eigenen Webseite unter Aktuelles fortlaufend über die rechtlichen Betsimmungen für Flüchtende aus der Ukraine, insbesondere über aktuelle Bestimmungen zum Aufenthalt in Deutschland und der EU sowie weitere Informationen zur sozialen Absicherung.

Informationen zu Rechtlichen Bestimmungen auf der Webseite des KOK e.V.

Seit Mai 2016 führt der KOK das Projekt "Flucht & Menschenhandel - Prävention, Sensibilisierung und Schutz" durch, das über die Diakonie Deutschland e.V. von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird.

Ziele des Projektes sind u.a. die Verbesserung der Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel im Kontext von Flucht sowie Sensibilisierung von verschiedenen Akteuren zum Phänomen Menschenhandel im Kontext von Flucht.

Auf der Projekt-Webseite finden Sie verschiedene Informationsmaterialien zum Thema "Flucht und Menschenhandel"

Zur Projekt-Webseite "Flucht und Menschenhandel"

2021 / Menschenhandel / Sonstige Publikation
Betroffene von Menschenhandel im Kontext von Flucht (KOK, 2021)

Flyer des Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.

2020 / Menschenhandel / Praxisleitfaden
Menschenhandel im Kontext von Flucht (AWO, KOK, 2020)

Ein Leitfaden zur Unterstützung von Betroffenen

2016 / Menschenhandel / Frauen / Kinder / Sonstige Publikation
Dossier "Flucht und Menschenhandel: Schutz- und Unterstützungsstrukturen für Frauen und Minderjährige" (KOK e. V., 2016)

Die Bundesweiten Koordinierungskreises gegen Menschenhandel (KOK e.V.) gibt in dem Dossier "Flucht und Menschenhandel" einen Überblick über die Arbeit des KOK und seiner Mitgliedsorganisationen im Bereich der Unterstützung von geflüchteten Betroffenen des Menschenhandels.


Mindeststandards und Begleitpublikationen

2021 / Mindeststandards
Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften (BMFSFJ, UNICEF u. a., 4. Aufl., 2021)

Leitlinien zur Entwicklung und Umsetzung von einrichtungsspezifischen Schutzkonzepten.

2021 / Mindeststandards
Minimum Standards for the Protection of Refugees and Migrants in Refugee Accommodation Centres (BMFSFJ, UNICEF u. a., 2021)

Leitlinien zur Entwicklung und Umsetzung von einrichtungsspezifischen Schutzkonzepten. Englischsprachige Fassung.

2021 / Begleitpublikation / Praxisleitfaden
Trainingshandbuch zu den Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften (UNICEF, 2021)

Trainingshandbuch für UNICEF Schulungen

2019 / Begleitpublikation / Praxisleitfaden
Praxisleitfaden Mindeststandard 4: Prävention und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen/Risikomanagement (UNICEF, 2019)

Anregungen zur Umsetzung des Mindeststandards 4 mit vielen Praxisbeispielen.


Infos für aus der Ukraine geflüchtete Menschen und Helfer:innen

Das Informations- und Hilfsportal der Bundesregierung bietet Informationen für aus der Ukraine geflüchtete Menschen in ukrainischer, russischer, englischer und deutscher Sprache. Die Inhalte werden sukzzesive ausgebaut.

Germany4Ukraine - Hilfeportal der Bundesregierung

Das Bundesfamilienministerium setzt sich mit unterschiedlichen Angeboten dafür ein, dass Geflüchtete aus der Ukraine gut in Deutschland ankommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterbringung von Heim- und Waisenkindern. Auch für die vielen Engagierten in der Flüchtlingshilfe gibt es Unterstützung. Die wichtigsten hausübergreifenden Ukraine Maßnahmen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit jeweils weiterführenden Links und Materialien finden sich auf der Webseite des Ministeriums.

Hilfe für ukrainische Geflüchtete auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ein Überblick der teils neuen, teils bereits laufenden Maßnahmen und Programmen, mit denen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geflüchtete Menschen unterstützt, findet sich ebenso auf der Webseite des Ministeriums.

Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finden Sie Fragen und Antworten zu den Themen Arbeit und Sozialleistungen auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch sowie weitere hilfreiche Links zu geischerten Informationen von staatlichen Stellen.

Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat finden Sie verifizierte Informationen und Hilfsangebote von staatlichen Stellen und aus der Zivilgesellschaft auf Deutsch, Ukrainisch, Englisch und Russisch.

Webseite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat

Auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie Fragen und Antworten zur medizinischen Versorgung von aus der Ukraine geflüchteten Menschen sowie hilfreiche Links zum Thema Flucht und Gesundheit in ukrainischer Sprache.

Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Informationen auf der Webseite der Integrationsbeauftragten richten sich an Geflüchtete aus der Ukraine uns sind in Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deut verfügbar.

Webseite der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Auf der Webseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge finden sich Infos zu den Themen Ankommen und Willkommensangebote sowie zu den Regelungen für jüdische Geflüchtete aus der Ukraine.

Webseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt bietet eine umfangreiche Sammlung von Informationen für (ehrenamtlich) Engagierte im Kontext von Flucht, die fortlaufend ergänzt wird.

Webseite der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Das Informationsportal der Neuen Deutschen Medienmacher:innen bietet vielseitige Informationen zur Einreise und zum Leben in Deutschland für aus der Ukraine geflüchtete Menschen in ukrainischer, russischer, englischer und deutscher Sprache.

Webseite von Handbook Germany

Der Paritätische Gesamtverband (DPGV) stellt im Zuge der Ukraine-Krise ein Bildwörterbuch als Verständigungshilfe für Geflüchtete und Hilfsorganisationen zur Verfügung. Bei dem "First Communication Helper" handelt es sich um ein Bildwörterbuch zum Ausdrucken, in dem Bilder in verschiedenen Kategorien zusammengefasst sind, zum Beispiel zu den Themen Gesundheit, Nahrungsaufnahme, Kleidung und Freizeit. Zahlen, Kalenderangaben und Karten komplettieren die Verständigungshilfe, die auch zur Nutzung als App zur Verfügung steht.

Der Paritätische Gesamtverband veröenntlicht weiter "Ausschilderungen für Einrichtungen der Geflüchtetenhilfe", die, die jeweils ein Symbol in DIN A4-Größe zeigen und z.B. zur Ausschilderung von Kleiderkammern, Sanitäranlagen, Essensausgaben verwendet werden können.

Auch "Lernhilfe-Poster Deutsch" stehen auf der Webseite des DPGV zur Verfügung und enthalten zusätzlich zu den Grafiken noch die deutsche Bezeichnung zu  den Begriffen. Die Lernhilfe ist als einseitiges Poster z.B. für den Einsatz in Klassenzimmern konzipiert und kann bis zu einer Größe von A1 ausgedruckt werden.

Neben dem Paritätischen Gesamtverband stellt auch die Tüftelakademie ein Bildwörterbuch in mehreren Sprachen, u.a. Deutsch-Ukrainisch-Russisch zur Vereinfachung der Kommunikation für Geflüchtete und Helfer:innen als kostenlosen Download zur Verfügung.
 

DPGV: Bildwörterbuch als Verständigungshilfen für Geflüchtete und Hilfsorganisationen

Tüftelakademie: Bilderwörterbücher Ukrainisch

Im April veröffentlichte die Bundespolizei mit Unterstützung des Bundesministeriums für Inneres und Heimat, der Deutschen Bahn, der IOM (International Organisation for Migration), des UN-Flüchtlinghilfswerks (UNHCR) und UNICEF den Flyer "Seien Sie sicher unterwegs" in ukrainischer, deutscher, englischer und russicher Sprache.
 

Flyer "Seien Sie sicher unterwegs"

Der Bundesfachverband unnbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) hat einen aktuellen Flyer veröffentlicht, der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet, die mit oder ohne ihre Familien aus der Ukraine geflüchtet sind. er Flyer gibt, geordnet nach verschiedenen Themenbereichen, eine erste Orientierung für die jungen Menschen, die aus der Ukraine in Deutschland ankommen. Der Flyer ist auf deutsch und ukrainisch als Download verfügbar.
 

BumF: Flyer mit Informationen für ukrainische Kinder und Jugendliche

Die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) informiert gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über bestehende Hilfeangebote für geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine und stellt Social-Media-Kacheln und Online-Banner zum Teilen zur Verfügung, die über drei zentrale Angebote des UBSKM und des BMFSFJ informieren: Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch und das Hilfetelefon Schwangere in Not.


Weitere Informationen und Downloads zu den Hilfeangeboten auf der Webseite der UBSKM

Grafik "Hilfe bei Gewalt gegen Frauen und Kinder und für Schwanger in Not"

Der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit veröffentlichte kürzlich Hinweise zur gesundheitsbezogenen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine, die darauf abzielen, dass aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtete Menschen umgehend auch an gesundheitsbezogenen Maßnahmen teilhaben können.

Grundlegend für die Hinweise ist die im vergangenen Jahr des Kooperationsverbundes veröffentlichte Handreichung "Gesundheitsförderung mit Geflüchteten"
 

Zu den Hinweisen "Gesundheitsförderung mit Geflüchteten – jetzt!" und der Handreichung "Gesundheitsförderung mit Geflüchteten"

Der Wegweiser bietet erste Informationen zur Kindertagesbetreuung in Deutschland. Er richtet sich an geflüchtete Familien sowie Privatpersonen, Einrichtungen und Organisationen, die Geflüchtete zum Thema Kindertagesbetreuung beraten. Der Wegweiser steht als Download in den Sprachen Ukrainisch und Deutsch auf der Webseite des Bundesprogramms "Frühe Bildung: Gleiche Chancen" zur Verfügung.

Zum "Wegweiser: Kindertagesbetreuung in Deutschland"

Am 1. Juni haben das Bundesfamilienministerium und der Verein Nummer gegen Kummer mit Unterstützung der Deutschen Telekom eine kostenlose telefonische Beratung für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet: die Helpline Ukraine.

Weitere Informationen zur Helpline Ukraine auf der Webseite des BMFSFJ

 

In Zusammenarbeit mit ProAsyl, Beratung gegen Menschenhandel KOK, ZIF von den Frauenhäusern, Wildwasser und BFF gegen Gewalt an Frauen entwickelte DaMigra einen Leitfaden für Geflüchtete aus der Ukraine. Weitere Informationen und den Leitfaden finden Sie hier:

Zum Leitfaden "Schutz vor Gewalt für Frauen und Kinder"

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