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Bundesinitiative Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Participation-Scouts


Projektbeschreibung

Das Modellprojekt Participation-Scouts (kurz: Parti-Scouts) hat zum Ziel erprobte Bausteine des wirkungsevaluierten Projektansatzes “BROTHERS - Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen” mit neuen Ideen in Geflüchtetenunterkünften bundesweit nachhaltig nutzbar zu machen. Gewaltprävention und Empowerment insbesondere für junge Männer in Unterkünften für Geflüchtete sollen gestärkt werden sowie deren Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe unterstützt werden, indem sowohl mit den Jugendlichen selbst gearbeitet wird als auch Fachkräfte qualifiziert werden sollen. So sollen langfristige Veränderungen in Haltung, Strukturen und im Umgang mit Konflikten in den Einrichtungen angestoßen werden.

Zielgruppe
Junge Männer in Unterkünften für Geflüchtete, Mitarbeitende in Unterkünften, pädagogische Fachkräfte, Multiplikator/innen.

Umsetzung
Grundlage bilden wöchentliche Gruppentreffs in Unterkünften in Berlin und Brandenburg mit jeweils acht bis zwölf jungen Männern. Bei den Treffen werden niedrigschwellige Aktivitäten wie Sport, Atemübungen, Musik und kulturelle Elemente mit pädagogischen Inhalten zu Themen wie Ehre, Respekt, Macht, Emotionsausdruck und gewaltfreier Konfliktlösung verbunden.

Aus den Gruppentreffen werden pro Standort mindestens vier junge Männer mit Vorbildcharakter identifiziert und schrittweise zu "Scouts" qualifiziert: Sie übernehmen zunehmend Verantwortung, moderieren Teile der Treffen, wirken bei der jeweiligen Vorbereitung mit und entwickeln ihre Rolle als Peer-Vorbilder. Schließlich führen sie gemeinsam mit Teamenden Peer-to-Peer-Workshops in Schulen und Unterkünften für Geflüchtete durch, die die oben genannten Themen aufgreifen.

Steckbrief

Ziel

Stärkung von Gewaltprävention und Empowerment, insbesondere für junge Männer in Unterkünften für Geflüchtete sowie Unterstützung deren Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe. Zudem Qualifizierung von Fachkräften.

Träger

Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention & Albatros gGmbH

Ansprechperson

Matthias Kornmann
Stiftung Deutsches Forum Kriminalprävention
c/o Bundesministerium des Innern
Tel I +49 228 / 99681 - 13206

Zudem werden Fachkräften (Sozialarbeitende, Lehrerkräfte, Unterkunftsmitarbeitende, Ehrenamtliche) in Online-Workshops praxisnahe Kompetenzen vermittelt. Themen sind zum einen Grundlagen der Gewaltprävention, etwa die „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, zum anderen inhaltliche Auseinandersetzungen zu Themen wie Rollenbilder, Ehre und Männlichkeitsvorstellungen. Eine bundesweite Fachtagung bringt Praxis, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, um Teilnehmenden, u.a. der örtlichen Regelstrukturen den erprobten Projektansatz Parti-Scouts bekannt zu machen. Zum Projektabschluss wird zudem eine leicht verständliche Online-Publikation auf B1-Sprachniveau erstellt, die Empfehlungen für die partizipative, gewaltreflektive Arbeit mit jungen männlichen Geflüchteten bündelt und die Projektergebnisse auch für Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung umsetzbar nachhaltig macht.

 

Das Modellprojekt Parti-Scouts wird koordiniert vom Deutschen Forum Kriminalprävention in Kooperation mit Albatros gGmbH. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben!” gefördert.


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