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Bundesinitiative Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Netzwerktreffen der Bundesinitiative 2025


Schutz und Teilhabe von geflüchteten Menschen stärken - Strategien und Ansätze in Geflüchtetenunterkünften und im Sozialraum

Diese Veranstaltung ist AUSGEBUCHT!

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Aktuell leben ca. 3,3 Millionen schutzsuchende Menschen in Deutschland. Insbesondere im ersten Jahr nach ihrer Ankunft in Deutschland leben viele der schutzsuchenden Menschen in Sammelunterkünften wie Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Geflüchtete Menschen wohnen mit anderen Personen auf engem Raum zusammen, verfügen oftmals über nur wenig bis keine Privatsphäre, und ihr Leben ist vorwiegend durch Vorgaben von Behörden, Trägern und Betreibern, die für die Versorgung und Unterbringung Geflüchteter zuständig sind, geprägt.

Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ setzt sich seit 2016 für den Schutz und die Unterstützung geflüchteter Menschen in Geflüchtetenunterkünften in Deutschland ein. Mit den gleichnamigen Mindeststandards (akt. Auflage 2021) wurden 2016 auch erstmals Leitlinien für die Erstellung, Umsetzung und das Monitoring von Schutzkonzepten vorgelegt, die Wege aufzeigen, wie bedarfsgerechter Schutz von geflüchteten Menschen in Unterkünften sichergestellt werden kann. In den „Mindeststandards“ ist zudem Partizipation von Bewohnerinnen und Bewohnern als ein zentraler Bestandteil von Gewaltschutz formuliert. Gewaltschutz durch Teilhabe wird in den Empfehlungen so ausformuliert, dass Bewohnerinnen und Bewohner einer Unterkunft in die Erstellung von Gewaltschutzkonzepten und die Durchführung von Risikoanalysen einzubeziehen sind. Ebenso sollen Beschwerdemaßnahmen und interne Beteiligungsmechanismen, wie bspw. Bewohnerinnen- und Bewohnerräte sowie Zugänge zu Angeboten im Sozialraum geschaffen werden.

Die Einbeziehung geflüchteter Menschen in Entscheidungsprozesse vor Ort und die Förderung ihrer Teilhabe in Unterkünften und im sozialen Nahraum können signifikant zur Gewaltprävention beitragen. Zudem bilden Teilhabe- und Partizipationsprozesse geflüchteter Menschen innerhalb des Unterbringungskontextes eine wesentliche Grundlage für die Ermöglichung von Selbstwirksamkeitserfahrungen. Diese Erfahrungen sind entscheidend für eine gelingende gesellschaftliche Teilhabe auch über die Zeit des Aufenthalts in der Unterkunft hinaus.

Beim diesjährigen Netzwerktreffen sollen diese unterschiedlichen Perspektiven, Ansätze und Strategien für den Schutz und die Teilhabe von Geflüchteten in Geflüchtetenunterkünften und im sozialen Nahraum, vorrangig der Partner der Bundesinitiative, aber auch von Ländern und Kommunen, in den Blick genommen werden. Im akteurs- und länderübergreifenden Austausch werden die strukturelle Verankerung und operative Umsetzung von Maßnahmen und Ansätzen diskutiert sowie Herausforderungen, Gelingensbedingungen und Transfermöglichkeiten besprochen.

Datum und Uhrzeit

Präsenzveranstaltung

Mittwoch, 24.09.2025
09:30 - 16:30 Uhr


Veranstaltungsort

Konferenzzentrum Mauerstraße (KOM 27)

Mauerstraße 27, 10117 Berlin

Informationen zur Anreise

Lichtbildausweis am Einlass benötigt!


Zielgruppe

Vertreterinnen und Vertreter von Landes- und kommunalen Behörden, der Partneroganisationen der Bundesinitiative, der Zivilgesellschaft und aus der Praxis sowie andere interessierte Fachkräfte


Anmeldung

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Kontakt

Servicestelle Gewaltschutz

Tel | 030 390 634 760
Servicestelle Gewaltschutz

Auf das Grußwort des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Kooperationspartners Deutsches Komitee für UNICEF folgt eine rahmengebende Keynote aus wissenschaftlicher Perspektive. Es folgt ein Kommentar, der den Aspekt der Teilhabe auf Grundlage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ beleuchtet. Anschließend werden Projekte zur Förderung der Teilhabe von geflüchteten Menschen im Rahmen von Impulsstationen vorgestellt. Im darauffolgenden Podiumsgespräch werden aus der Perspektive von Migrantenselbstorganisationen, Landes und -kommunaler Behörde sowie der Praxis der Erstaufnahme- und Gemeinschaftsunterkunft die Verzahnung von Schutz und Teilhabe in den Blick genommen und basierend auf der Vorstellung verschiedener Ansätze und Maßnahmen diskutiert. Nach der Mittagspause bieten die Thementische den Teilnehmenden die Möglichkeit, zu den in der Anmeldung benannten Aspekten zu Schutz und Teilhabe von geflüchteten Menschen im Unterbringungskontext und sozialen Nahraum in den Austausch zu gehen und sich entsprechend zu vernetzen.

Das diesjährige Netzwerktreffen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Kooperation mit UNICEF Deutschland veranstaltet und findet im Zuge der Begleitung der Bundesinitiative statt.


Programm

Thomas Heppener, Unterabteilungsleiter 10, Abteilung 1 „Demokratie und Engagement“, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Dr. Sebastian Sedlmayr, Abteilungsleitung der Stabstelle Advocacy und Politik, Deutsches Komitee für UNICEF

Andrea Lindner, Tagesmoderation

Spannungsfelder sozialer Teilhabe im Kontext von Fluchterfahrung

Dr. Olaf Tietje und Anna Huber, Ludwig-Maximilians-Universität München

Teilhabe und Schutz geflüchteter Menschen – eine kindgerechte Perspektive und Einblicke aus den Mindeststandards

Desirée Weber, Deutsches Komitee für UNICEF

Partizipation am Beispiel von Bewohnerräten

Ulrike Ottl, Multiplikatorin für Gewaltschutz, DeBUG 2.0. Nord-West / Kontaktstelle für Niedersachsen, Bremen, NRW und Hessen, DIOS-Diakonie Osnabrück Stadt und Land


Mitmachen, dazugehören: Ein Modellprojekt zur Stärkung der Teilhabe geflüchteter Kinder

Noura Mahmoud, Projektleitung "Mitmachen, dazugehören", Save the Children

Dr. Stefanie Röhrs, Teamleitung Fachbereich Schutz vor Gewalt, Save the Children


Schutz und Teilhabe von Frauen in Geflüchtetenunterkünften sichern

Stephanie Walter, Referentin Gleichberechtigung und Integration, TERRE DES FEMMES Menschenrechte für die Frau e.V.

Dr. Abir Alhaj Mawas, Soziale Arbeit Mittelmark e.V.


Selbstbestimmung und Teilhabechancen von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Unterbringung

Anna Rennwald, Referentin Inlandsarbeit, Plan International Deutschland e.V.

Strategien und Ansätze zur Verzahnung von Schutz und Teilhabe von geflüchteten Menschen in Geflüchtetenunterkünften und im Sozialraum

Dr. Jenny Warnecke, Projekt „GLEICHteilhaben“

Jana Michael, Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Silvia Fiebig, Integrationsbeauftragte der Stadt Krefeld

Dirk Gärtner, Direktor, Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge Schleswig-Holstein

Bernhard Hesse, DRK Kreisverband Neumünster e.V. 

 

Andrea Lidner, Tagesmoderation

Mittagessen im Saal 3 

Andrea Lindner, Tagesmoderation

Andrea Lindner, Tagesmoderation


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