Netzwerktreffen der Bundesinitiative 2026
10 Jahre Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurde im Jahr 2016 als bundesweites Netzwerk aus Partnerorganisationen in Kooperation mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) ins Leben gerufen. In diesem Jahr feiert die Bundesinitiative ihr zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläum steht für zehn Jahre engagierter Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und Partnerorganisationen mit dem gemeinsamen Ziel, den Gewaltschutz und die Teilhabe in Flüchtlingsunterkünften nachhaltig zu stärken.
Die Bundesinitiative setzt sich mit den entwickelten „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ (4. Aufl., 2021) sowie zahlreichen Projekten und Aktivitäten auf Bundesebene dafür ein, dass vulnerable geflüchtete Menschen in Unterkünften den Schutz und die Unterstützung für ein gutes Ankommen in Deutschland erhalten. Die Mindeststandards haben sich dabei als Leitlinien für Länder, Kommunen und Fachpersonal für die Entwicklung, Umsetzung und das Monitoring landes- und unterkunftsspezifischer Schutzkonzepte in den letzten zehn Jahren weitestgehend etabliert. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Beratungsangeboten, Materialien und weiteren Produkten der Bundesinitiative zeigt, dass weiterhin großer Unterstützungsbedarf bei der flächendeckenden Umsetzung besteht.
Das gemeinsame Engagement von Bund, Ländern, Kommunen und Partnerorganisationen soll im Rahmen der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung gewürdigt und zugleich ein Blick in die Zukunft des Netzwerks gerichtet werden. Dabei stehen insbesondere die nachhaltige Verankerung von Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften, die Stärkung von Teilhabe geflüchteter Menschen sowie die Förderung von Demokratiebildung von Geflüchteten im Mittelpunkt.
Das diesjährige Netzwerktreffen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Kooperation mit UNICEF Deutschland veranstaltet. Es findet im Zuge der Begleitung der Bundesinitiative im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ statt.
Datum und Uhrzeit
Präsenzveranstaltung
Montag, 23.11.2026
9:30 - 16:30 Uhr
Zielgruppe
Vertreterinnen und Vertreter von Landes- und kommunalen Behörden, der Partneroganisationen der Bundesinitiative, der Zivilgesellschaft und aus der Praxis sowie andere interessierte Fachkräfte
Anmeldung
erbeten bis zum 04.11.2026.
Programm
Ingo Behnel, Staatssekretär, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Dr. Emily Margarethe Haber, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Komitees für UNICEF Deutschland
Tagesmoderation: Andrea Lindner
Ulrike Würth, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes e.V.
Prof. Dr. Winfried Kluth, Professor für Öffentliches Recht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vorsitzender des Sachverständigenrats für Integration und Migration
Kommunale Unterbringung von Geflüchteten
Sonja Reinhold, Projekt “Mehr als 4 Wände”, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und Universität Hildesheim
Gewaltprävention bei jungen männlichen Geflüchteten
Friedrich Kiesinger und Myriam Lagha, Projekt “Participation Scouts”, Albatros gGmbH
Umsetzung von Gewaltschutzstandards in Kommunen
Ann-Kathrin Jungk-Brehm, Fachbeauftragte für die strategische Steuerung, Implementierung und Qualitätssicherung von Mindeststandards im Unterbringungswesen sowie deren institutionelle Verankerung in Landes- und Kommunalverwaltungen
Umsetzung von Gewaltschutz in den Ländern
N.N.
Mittagessen im Foyer
Schutz, Teilhabe und Demokratiebildung für Frauen, Kinder und weitere schutzbedürftige Personen – Erfahrungen und Ausblick
Nicola Stober, Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Matthias Kornmann, Stiftung Deutsches Forum Kriminalprävention
N.N. Kommunale Behörde
N.N. Gewaltschutzkoordinierung einer Erstaufnahme
N.N. UNICEF Deutschland
Moderation: Andrea Lindner
Workshop 1: Schutzbedarfe in der Praxis identifizieren
Anne Daetz, Deutsches Institut für Menschenrechte
Alva Träbert, Bundesverband Psychosoziale Zentren. Versorgung nach Folter, Krieg und Flucht e.V.
Workshop 2: Schutzbedarfe geflüchteter Menschen mit Behinderung
Sophia Eckert, Handicap International e.V.
Workshop 3: Teilhabe und Demokratiebildung als Schutzfaktor für Kinder und Jugendliche
Noura Mahmoud, Save the Children Deutschland e.V.
Anna Rennwald, Plan International Deutschland e.V.
Workshop 4: Schutzbedarfe von LSBTIQ*-Geflüchteten in Unterkünften
Sø Schröder und Ly Baßler, LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt
Andrea Lindner, Tagesmoderation
Andrea Lindner, Tagesmoderation
Anmeldung
Eine Anmeldung wird erbeten bis spätestens 04.11.2026.
Eine Veranstaltung vom

In Kooperation mit
