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Bundesinitiative Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Details #13 (04| 2024)


Projekt BeSAFE - Fachstelle zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe – Konzeption und Vorbereitung gestartet

Das BeSAFE Projekt setzt sich dafür ein, dass Schutzbedarfe von geflüchteten Menschen deutschlandweit erkannt und daraufhin angemes-sen versorgt werden. In der Projektumsetzung 2024 wird die Einrichtung einer Fachstelle zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe konzipiert und vorbereitet.

Im Modellprojekt BeSAFE – Besondere Schutzbedarfe bei der Aufnahme erkennen (2021-2022) wurde erstmals ein Konzept zur systematischen und zielgruppenübergreifenden Identifizierung besonderer Schutzbedarfe von geflüchteten Menschen nach der Aufnahme in Deutschland entwickelt, pilotiert und evaluiert.

Darauf aufbauend wurden im einjährigen Projekt BeSAFE - Skalierung und Vertiefung (2023)die Projektergebnisse Praktiker:innen und Entscheidungsträger:innen in Bund und Ländern vorgestellt. Zu den Projektergebnissen gehört einerseits ein Policy Paper, in dem die notwendigen Rahmenbedingungen für ein intersektionales, systematisches und flächendeckendes Verfahren zur Identifizierung und Versorgung besonderer Schutzbedarfe dargestellt wird. Andererseits beinhalten sie Arbeitsmaterialien für Praktiker:innen, die mit schutzbedürftigen geflüchteten Menschen arbeiten. Aus der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse ergaben sich Beratungs- und Begleitprozesse zum Aufbau von Identifizierungs- und Versorgungsstrukturen abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen in den einzelnen Bundesländern. Neben der Verbreitung der Arbeitsmaterialien und Kompetenzstärkung von Fachkräften wurden daher verschiedene Bundesländer auf Ebene der Landesregierung und/oder Verwaltung beraten oder bei Prozessen zur Implementierung eines Verfahrens zur Identifizierung und Versorgung von Schutzbedarfen geflüchteter Menschen unterstützt. Die Bundesländer haben hier sehr unterschiedliche Ausgangssituationen, weshalb die Unterstützung bedarfsgerecht an unterschiedlichen Stellen und durch verschiedene Formate stattfand.

In 2024 setzt der Projektträger die vertiefende Arbeit aus 2023 fort und begleitet weiterhin verschiedene Akteur:innen und Bundesländer bei der Weiterentwicklung ihrer Identifizierungsmaßnahmen und der Umsetzung erkannter Bedarfe. Die Vorbereitung und Entwicklung einer Fachstelle besondere Schutzbedarfe, die auf den Erfahrungen und Netzwerken der vergangenen Projekte aufbaut und die Maßnahmen in diesem Bereich nachhaltig bündelt, steht im Fokus der Projektumsetzung. Zudem werden die Dokumente aus der bestehenden Toolbox punktuell erweitert und ergänzt, nachdem Praktiker:innen dem Projekt rückgemeldet haben, was sie konkret im Arbeitsalltag brauchen.

Für das laufende Jahr sind auch zwei größere neue Materialsätze geplant. Es wird ein Monitoring-Tool entwickelt, dessen Einsatz an verschiedenen Stellen einen besseren Überblick über den Stand der Umsetzung von Identifizierung und Anschlussversorgung ermöglichen soll. Gleichzeitig wird die Toolbox um einen wesentlichen neuen Baustein erweitert: Da der erste notwendige Schritt zur Erkennung besonderer Schutzbedarfe die niedrigschwellige und sensible Aufklärung der schutzsuchenden Person sein muss, entstehen bis zum Jahresende entsprechende Informationsvideos für Geflüchtete in verschiedenen Sprachen. Dadurch sollen Mitarbeitende in der Beratung unterstützt sowie Schutzsuchende in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt werden.

Das Projekt „Fachstelle zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe – Konzeption und Vorbereitung“ wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Link zur BeSAFE Projektseite auf der Webseite der Bundesinitiative

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